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Interview

So hier gibts die originale und ungekürzte Fassung vom

Interview mit Uwe „Banton“.

Die gekürzte und bearbeitete gibts unter:

http://www.sz-online.de/jungeszene/artikel.asp?id=1286244

Aber hier das Original!!! In diesem Sine nochmals herzlichen Dank an Uwe für das wirklich interessante Interview!

Hallo Uwe, du bist ja nun schon zum zweiten Mal in Görlitz. Wie gefällt es dir hier?

Von der Stadt habe ich leider noch nicht viel gesehen, denn im März zur „Schneeschmelze“ im Bon Apart lag ein halber Meter Schnee und als wir heute ankamen war es schon dunkel. Aber das Nostromo hier sieht sehr interessant aus.

Seit 22 Jahre stehst du nun schon auf der Bühne, was hat sich im Laufe der Zeit verändert?

Es hat sich auf jeden Fall sehr viel verändert. Meine ersten Erfahrungen mit Reggae habe ich vor 25 Jahren in Jamaika gesammelt. Als ich wieder nach Deutschland kam habe ich gehofft, dass die Menschen die Musik hier genauso aufnehmen wie dort. Aber damals war es noch sehr schwer mit Reggae die Menschen zu erreichen. Heute ist das ganz anders, denn es gibt Viele, die selbst diese Musik machen und versuchen die Texte und somit die Botschaft zu begreifen.

Und was bedeutet Reggae für dich persönlich?

Schon bevor ich aktiv Musik gemacht habe, war Musik mir sehr wichtig. Wenn ich irgendwie am Boden war, hat sie mich wieder aufgemuntert und auf die Beine gestellt. So habe ich mir dann Gedanken über den Sinn und die Botschaft in den Songs gemacht. Dadurch wiederum habe ich die Rastakultur kennen gelernt. Somit ist die Musik auch ein Teil meiner Lebensweise und Lebenseinstellung.

Was willst du mit deiner Musik erreichen?

Wenn ich mich ausdrücken oder den Menschen etwas mitteilen will, dann immer über die Musik. Sei es über politische oder menschliche Situationen – mir ist wichtig, dass ich die Menschen mir meiner Musik berühre und etwas von der Kraft zurückgebe, die ich von meinem Publikum und von der Musik selbst bekomme.

Was fällt dir spontan zur deutschen Jugendkultur ein?

Sie ist vielfältig! Jeder kann hier machen was er möchte. Schade ist nur, dass die Jungend zu sehr von den neuen Medien, wie Fernsehen und Computer beeinflusst werden. Dadurch verlieren viele ihre Visionen und lassen sich nur noch berieseln ohne selbst nachzudenken. Der Umgang mit der Natur und anderen Menschen ist sehr wichtig und wird heutzutage leider oft durch die Medien ersetzt.

Inwieweit ist dir dein Einfluss auf die Jugend wichtig?

Als Musiker hat man immer eine gewisse Verantwortung, die man nie vergessen sollte. Ich sehe es als Geschenk an, Musik machen zu dürfen. Alles was ich sage wird von den Leuten aufgenommen, die zu mir aufschauen und mir zuhören. Aus dieser Position trage ich auf jeden Fall eine große Verantwortung, schließlich orientiert sich die Jugend auch manchmal an Künstlern wie mir.

In diesem Sinne wird Reggaemusikern ja auch oft vorgeworfen, dass sie das Kiffen verherrlichen. Wie siehst du das?

Wir verherrlichen das Kiffen nicht. Wir wollen nur die Wahrheit darüber verbreiten und klären über die Ursprünge und Hintergründe auf. Hanf war über Jahrtausende eine Pflanze, die der Mensch nutzte und anbaute. Und irgendwann wurde dieses Anbau auf Grund von wirtschaftlichen Interessen verboten. Deshalb haben die Menschen auch den Umgang mit dieser Pflanze verlernt. Wir Rastas wolllen, dass Hanf wieder legalisiert und die Wahrheit darüber verbreitet wird. Es gibt so viele Süchte, wie Alkohol oder Nikotin, an denen Menschen sterben und der Konsum dieser Drogen wird nicht unterbunden. Beim kiffen ist noch nie jemand an einer Überdosis gestorben, aber dennoch ist es verboten.

Kommen wir wieder zu deiner Musik zurück: dein neues Album erscheint bald, was können wir erwarten?

Also im November wird eine Releaseparty in Berlin stattfinden, aber das Album wird erst etwas später kommen. Es ist mein erstes Soloalbum – also hört ihr Musik von mir. Vorher habe ich immer nur mit meiner Band „Movements“ Musik gemacht, aber dieses Mal ist mein Hauptproducer Gangaman. Außerdem gibt es Riddims von Headcornerstone aus München und House Of Riddim aus Österreich zu hören.

Du warst schon mit Künstlern wie Xavier Naidoo und den Söhnen Mannheims auf Tour, wie war das für dich?

Interessant war es! Ich habe zum Beispiel Einblicke in die Fernsehlandschaft und ähnliches bekommen. Aber Xavier Naidoo ist ganz anders als Reggae. Bei meiner Musik steht nicht ein bestimmter Star im Vordergrund, sondern der Reggae an sich! Es ist also Musik, die jeder machen kann, ohne dass er im Vordergrund steht, denn es geht immer um die Musik nicht unbedingt um den Künstler als Person! Es gibt zwar auch im Reggae Kommerz, aber der Hörer muss selber wissen was für ihn das Gute ist. Für den einen ist es das Party machen zur Musik, für den anderen die Botschaft, die hinter dem Song steht. Reggae ist wie eine Sprache, die ohne Klang und Akkorde nur halb so interessant wäre.

Hast du eigentlich jemals an deiner Sache gezweifelt?

Nein, gezweifelt habe ich nie daran. Zwar gab es Berge und Täler, aber wenn man an die Musik glaubt kommen keine Zweifel auf. Die Kraft die mir der Reggae gegeben hat, hat mich sicher gemacht, das diese Musik weiter wachsen wird. Was ich daraus mache hängt allerdings von meinem Input ab. Man muss immer an sich selbst arbeiten, aber man darf dabei nie aufhören an seine Sache und somit an sich selbst zu zweifeln. Das Leben besteht ja nicht nur aus Musik, denn alles was kreativ und nicht destruktiv ist, ist positiv. Schließlich hat man als Mensch nicht nur das Bestreben satt zu sein.

 

 

5.10.06 10:42
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


bobbyman (6.10.06 18:46)
jau sehr interessante sache auf jeden fall und ich kann immer wieder nur sagen dass ich gerne dabei gewesen waer... aba naja man kann ja nich alles haben...^^(ich meine damit viele huebsche franzoesische maedels und bangarang) naja aba ein fehler is: der heisst Ganjaman und nich Gangaman von Ganja der Patwa entsprechung zu hanf^^ ansonten bien fait und diesmal auch ites sistren

Dein Bob

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